Gemeindeleben


Beiträge

Es gibt so viel Aufregendes, Spannendes, Lustiges, Interessantes...kurz Mitteilenswertes, was jedem/jeder von uns widerfahren ist oder noch widerfahren wird. Sei es ein tolles Rezept für den besten Kuchen der Welt, ein Film, der einem die Tränen in die Augen treibt, ein Buch, das uns die Nacht zum Tag werden lässt, eine brüllend komische Aufführung, eine Reise, die von jedem nachgereist werden muss…

Lassen Sie andere an Ihrer Erfahrung teilhaben und schreiben Sie einen kurzen Bericht darüber im Kirchenzettel.
Ich freue mich auf Ihr Erlebtes und bereite es redaktionell für den Kirchenzettel auf. Ihren Bericht können Sie mir unter stefan@tp-peterk.de zumailen, oder im Gemeindebüro bei Frau Janke abgeben.

Herzlichen Dank. S. Peterk

Bitte Textbeiträge und Bilder für homepage mit Email an: webdesign@neu-buckow.de
oder auf Papier an das Gemeindebüro mit Hinweis: für die Website

Chorfahrt

nach Mühlberg/Elbe vom 4. -7.10.2018

Das Kloster Marienstern liegt etwa 2 Autostunden südlich von Berlin in Mühlberg an der Elbe. Als Zisterzienserinnenkloster im 13. Jahrhundert gegründet, ist es heute eine Ökumenische Begegnungsstätte. Der Backsteinbau mit schönem Stufengiebel umschließt den Klosterhof mit der Gotischen Kirche. Vom Kreuzgang abgehend gelangt man zu den angenehmen Zimmern, Seminarräumen, einer Kapelle, Speiseräumen und dem gemütlichen Wohnzimmer.
Dort also haben die Chorsänger*innen der Kantorei ihren Aufenthalt für vier Tage genommen und sind mit den Unterkünften sehr zufrieden. Unsere Kantorin, Christel Bungenstock-Siemon, hat ein völlig neues Liederpensum ausgesucht, das im kommenden Sonntagsgottesdienst dann vorgetragen werden soll. Es umfasst geistliche Chormusik von Samuel Scheidt aus dem 17.Jhdt, Heinrich Schütz, auch wieder etwas aus der Keltischen Messe, die zum Johannistag gesungen wurde, sowie ein herrlich beschwingtes französiches Lied „Chantez une nouvelle chanson“! Lasst uns ein neues Lied singen!
Wer jemals in einem leeren Kirchraum zur Orgel laut gesungen hat, der kann das Glücksgefühl der Wohllaute nachempfinden. Wir schreiten also jeder für sich singend durch die Kirche und lauschen dem Klang nach. Doch die Einzelstimmproben für vierstimmigen Liedsatz sind gar nicht so leicht zu lernen, weil nicht alle Chorsänger auf diese Reise mitgekommen sind. So sind der Bass nur zweifach und die Tenöre leider nur zu Dritt besetzt. Doch Alt und Sopranstimmen können so richtig jubeln, zumal jetzt auch ganz junge Nachwuchsstimmen mitmachen.
Für den zweiten Tag war die Stadtbesichtigung in Torgau geplant. Diese Stadt ist eng mit der Reformation verbunden. Dort hat Martin Luther gepredigt und seine Ehefrau Katharina von Bora ist nach einem schweren Unfall gestorben. Also hat uns zur Vorbereitung abends beim gemütlichen Zusammensein im Wohnzimmer Reinhardt Kraft aus den Briefen Luthers an seine hochgeschätzte Ehefrau „Käthe“ vorgelesen.
Dieser Sommer geht nicht zu Ende und der schönste blaue Himmel leuchtet über Schloss Hartenfels in Torgau. Wir bewundern den offenen Treppenturm mit den farbigen Wappen und staunen über Braunbären, die im tiefen Schlossgraben hausen. Natürlich besuchen wir das Sterbehaus der Katharina von Bora, das als Museum eingerichtet ist.
Zurück im Kloster wird weiter intensiv geprobt, denn für den folgenden Tag sind wir nach Strehla eingeladen. Dort sollen im Sonntagsgottesdienst alle neu einstudierten Chorlieder gesungen werden. Am Abend im Couchzimmer sitzen wir bei Wein und Knabbereien und spielen Prominenten-Raten in fröhlicher Runde.
Der freundliche Pfarrer von Strehla berichtet zunächst von der damaligen Geschichtsfälschung, die 1945 stattgefunden hat. Das Zusammentreffen der Russen und Amerikaner hatte sich gar nicht auf der Brücke in Torgau, sondern in eben diesem unbekannten Strehla ereignet.
Nach Schlossbesichtigung und Kaffeebewirtung heißt es dann aber Generalprobe in der Kirche. Wir sind überrascht und etwas verunsichert, dass die Akustik dort so anders als in den Räumen im Kloster klingt. Ein langer Tag, auch für unsere Kantorin, die noch die Orgel probiert, als wir längst schon unser Abendbrot genießen.
Sonntagfrüh findet der Taufgottesdienst mit kleiner Gemeinde statt, unser Chorauftritt wird freundlich angenommen, der Pfarrer hält eine verständliche Predigt über Nächstenliebe und Mitgefühl.
Für uns 20 Sänger*innen hat diese Fahrt wieder einmal viel Zusammengehörigkeitsgefühl und Freude gebracht, sie endet nach dem Mittagessen mit herzlichen Umarmungen und guten Wünschen für die Heimfahrer.

C-M Ernst

 

Gemeindeversammlung 11.11.2018

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