Ev. Kinder-Tagesstätten


Integrationsarbeit in der Kita

Es gibt Kinder, die durch ihre Verhaltensweisen oder Entwicklungsverzögerungen auffällig werden. Sie haben vielleicht einen Sprachfehler oder eine sichtbare oder unsichtbare Behinderung oder sie sind in ihrem sozialen/emotionalen Verhalten beeinträchtigt, z. B. aggressiver als andere Kinder oder traumatisiert. Diese Kinder brauchen besondere Aufmerksamkeit und werden speziell gefördert. Sie bekommen aufgrund dessen vom Bezirksamt den sogenannten Integrationsstatus und wir nennen sie umgangssprachlich Integrationskinder. Die Kita erhält einen Personalzuschlag (kein Geld) für ein Integrationskind. Aktuell haben wir 6 Integrationskinder in der Kita und deshalb 1 1/2 Stellen mehr im Haus. Fördern bedeutet jedoch nicht, dass wir den Kindern beibringen besser zu malen, zu singen oder zu basteln. Meist ist die Aufgabe, sie mit den anderen Kindern ins Spielen zu bringen oder mit ihnen zu erarbeiten, wie sie ihre Konflikte gewaltlos oder ohne heftige Gefühlsausbrüche lösen können. Durch ihre „Besonderheiten“ müssen sie vor Ausgrenzung geschützt werden. Integration hat bei uns in der Kita aber nichts zu tun mit der Herkunft oder Muttersprache eines Kindes. Die Arbeit mit Integrationskindern bedeutet meist ein Zusammenarbeiten mit Ärztinnen, Therapeuten oder dem Jugendamt.
Für uns Pädagoginnen ist es eine Herausforderung diese Kinder in den hektischen Alltag der Kita zu integrieren. Fünf von unseren Erzieherinnen haben die Weiterbildung zur Integrationserzieherin erfolgreich absolviert und sind die Spezialistinnen, aber das ganze Team arbeitet natürlich mit an der Aufgabe.

Wichtig ist, dass niemand ausgegrenzt und an den Rand gedrängt wird. Früher wurden Kinder, die anders waren, meist in andere Institutionen gesteckt. Diese Zeiten sind vorbei und alle Kinder können gemeinsam Bildung, Erziehung und Betreuung genießen.

Claudia Bürger

Auch die Halbtagskita ist nun soweit: Wir können Kinder mit Integrationsstatus betreuen. Tatsächlich ist in Berlin seit 2005 jede Kita verpflichtet, Kinder mit besonderen Bedürfnissen aufzunehmen. Und das ist gut so….Berlin ist in dieser Hinsicht eines der Bundesländer, die Inklusion schon in der Kita wirklich ernst nehmen. Natürlich dürften sich die Bedingungen ruhig noch weiter verbessern, um wirklich allen Kindern gerecht zu werden. Deshalb: unterstützen Sie Bewegungen, die sich für mehr Personal in den Kitas einsetzen. Frühkindliche Bildung ist die Grundlage unserer Gesellschaft und damit auch unserer Kirche. Herzlichen Gruß,

Susanne Berstorff, Leitung der Halbtagskita Neu-Buckow

Sie können wählen aus dem Angebot

weitere Informationen im

Elternbrief_April2015.pdf